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Sozialprojekt in Medellin

Seit 1980 unterstützt das Isolde-Kurz-Gymnasium Sozialprojekte in Medellín/Kolumbien - vor allem das Kinderheim "Superarse". Als Teil unseres Leitbilds zeigt dieses Projekt damit Kontinuität und Nachhaltigkeit unseres Engagements.

"Superarse" ist ein Heim für Straßenkinder. Es beherbergt etwa 25 Jungen im Alter zwischen sechs und 18 Jahren in einem Internat und versorgt etwa 50 sechs- bis zwölfjährige Mädchen und Jungen in einer Tagesbetreuung.

Die Kinder erhalten dort nicht nur die für das tägliche Leben notwendigen Dinge wie ausreichendes Essen und saubere Kleidung etc., sondern sie werden auch durch diverse Projekte wie künstlerisches Malen, Kunstworkshops, Fußballschule, Handarbeiten, Backen, Gitarren- und Computerkurse, Schwimmen, Drogenprävention, verantwortungsbewusste Sexualität, gesunde Lebensweise, Traumaverarbeitung und Katechismuslehre gefördert.

Ursprünglich wurde das Projekt im Sinne von Nächstenliebe und sozialem Engagement für die "Dritte Welt" an unserem Gymnasium ins Leben gerufen. Pakete mit Materialien – Stoffe für Kleidung, Schulutensilien etc. – wurden im Keller des IKG verpackt und nach Kolumbien geschickt.

Da auf dem Transport immer wieder Pakete abhanden kamen und da heute in Kolumbien alles Lebensnotwendige durchaus zu kaufen ist, wurden die von Schülern, Eltern und Lehrern gesammelten Spenden zunehmend direkt überwiesen.

Kein Gottesdienst, in dem nicht die Kollekte für Superarse bestimmt ist, kein Weihnachtsmarkt, auf dem nicht für Superarse geflötet wird, kein Schulfest, an dem nicht ein Teil des Erlöses nach Medellín fließt, kaum ein Klassenfest, von dem nicht wenigstens ein kleiner Teil gespendet wird! Auch der Freundeskreis des IKG beteiligt sich jedes Jahr mit einer großzügigen Spende für Superarse. Wir danken allen ganz herzlich dafür!!!

Wozu werden die Spenden gebraucht? Die Gelder, die vom IKG an Superarse gehen, werden nach wie vor für die Ferienverschickung in den dortigen großen Ferien – von Weihnachten bis Ende Januar – verwendet. Da die im Internat untergebrachten Jungen selbst keine Familie haben, verbringen sie ihre großen Ferien, in denen das Heim geschlossen ist, bei Bauernfamilien in Sopetrán, einem kleinen Dorf in den Anden.

Dort können die ehemaligen Straßenjungen ein normales Familienleben kennen lernen, persönliche Beziehungen herstellen und bei der Arbeit auf den Feldern oder beim Verkauf der Waren auf dem Markt helfen. Einmal kam es sogar dazu, dass ein Junge von einer Familie in Sopetrán adoptiert wurde.

Weil die Ferien in den Anden für die Entwicklung der Jungen so wichtig sind, wurde das Ferienprogramm 2009 erweitert, sodass die Kinder nun auch in den Osterferien nach Sopetrán fahren. Meine Tochter arbeitete im August 2009 vier Wochen in Superarse und konnte sich damit dort vergewissern, dass die Jungen nicht nur im Heim gut untergebracht sind, sondern dass auch die Familien in Sopetrán verantwortungsbewusst ausgewählt werden und die Kinder in einer für sie förderlichen Weise untergebracht sind.

Damit wir Superarse auch weiter unterstützen können, freuen wir uns über jede Spende. Man kann diese beim Sekretariat des IKG abgeben oder selbst direkt auf das Medellín-Sparbuch des IKG bei der Kreissparkasse Reutlingen (BLZ 640 500 00) mit der Nummer 440 49 94 überweisen.

Christa Kraft-Schwenk, Juli 2010

Zum Interview mit einer Mitarbeiterin aus Medellin


Vorstellung der Organisation Superarse (auf englisch)


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